TheMay

Im Zauberwald
 

Meta





 

Oh, was hatte ich heute für einen wunderschönen Traum! Wir hatten ein Haus. Es war hell und geräumig und teilweise standen schon Möbel drin. Es hatte drei Stockwerke und einen Dachboden voller Schätze und einen kleinen Garten. Oh, ich liebe diese Träume aus denen man wie in Watte gerollt aufwacht und das Gefühl hat in die Realität hineinzuträumen.

Ich habe nun endlich "Zusammen ist man weniger allein" gesehen. Ich muss sagen,dass wenn man das Buch kennt,der Film eher enttäuschend ist. Schön,aber viel zu kurz und etwas abgehackt, der Zauber der Frauenromane fehlt. Die Momente, in denen man seufzt.

Nun lese ich "Die Glasglocke", ich bin noch nicht weit, gerade mal etwas über 80 Seiten,aber endlich weiß ich,was alle immer mit dem Buch hatten. Es ist großartig, ich liebe ihre Art zu schreiben!

Sonst bin ich eher ein Klumpen an Schmerz. Schmerz aus dem Rücken, erträglich,aber unangenehm, der sich bis in die Oberschenkel ausdehnt. Wie ein alter Herr,der nach dem Mittagessen (delikate Lendenwirbel) einen Verdauungsspaziergang macht. Zudem fäng mein Unterleib wieder an. Ja, das alte Spiel. Ich warte bis die Schmerzen wieder den mich ins Koma schleudernden Grad erreichen und dann kann ich mich über eine weitere Narbe freuen.

Ach, wenn es seit Kindesbeinen einen treuen Begleiter gab, nebst der sympathischen Quasirealität in meinem Kopf, ist es der Schmerz. Blind, treu und immer kreativ. Das muss man ihm lassen,aber mittlerweile ist mir der Schmerz einerlei, es ermüdet mich nur und ich phantasiere davon mir gewisse regionen rauszureißen, in der Hoffnung,dass ich ihn fassen könnte, diesen widerlichen Wurm um ihn dann zu zerdrücken. Aber ich glaube irgendwie nicht mehr daran. Tja, muss ich mit klar kommen. Mal sehen was der Arzt am Montag sagt.

Oh und ab Oktober wird Sailor Moon als Manga nei aufgelegt! Sehr interessant.

Morgen also nach Hamburg und etwas Zeit mit meiner Seelenschwester verbringen, das wird gut tun.

1 Kommentar 11.8.11 21:43, kommentieren

Nach der verlorenen Zeit

Ich bin viel zu früh und viel zu durstig aufgewacht. Nachdem ich etwas gelesen hatte, wollte ich wieder ein heißes Bad nehmen,aber irgendwie schien mir das so falsch. Also bin ich bei Regen und Sturm spazieren gegangen, denn wer friert, kann auch heiß baden. Ich bin wieder am Deich spazieren gegangen. Und obwohl das Wetter so ungemütlich war (aber bei weitem nicht so kalt wie gedacht), war es einfach wunderbar. Der Wind im hohen Gras, die kleinen Kieselchen unter meinen Füßen. Ein Wind-Blätter-Orchester und ein Himmel, der das Ende der Welt verkündete. Ich war schon ziemlich aufgeweicht vom Regen, als ich zuhause ankam,aber so konnte ich das heiße Bad erst richtig genießen. Ich habe mir vorgenommen, das Buch noch heute durchzulesen, damit ich mir morgen mal den Film ausleihen kann, fals es den hier irgendwo gibt.

Zudem habe ich jetzt so viel gelesen,dass ich schreiben will. Ich habe so viele Wörter aufgenommen und verdaut, umgebaut, dass sie nun wie schwerer Brei aus mir raus wollen, sich durch Poren drängen und tröpfchenweise aufs Papier fallen. Diesmal will ich mehr als Gedankenfetzten und Bilderansammlungen. Ich will etwas Zusammenhängendes. Ich will diese Geschichte, diese Geschichten, die schon seit Jahren in meinem Hirn gären und die bis jetzt nur den Weg zu deinen Ohren fand.

Ich habe Zeit und werde jeden Satz mit tiefster Liebe niederlegen.

1 Kommentar 9.8.11 13:26, kommentieren

Entspannen

Genau das soll ich heute.

Ich war beim Artz und nachdem er, ich übtertreibe nicht, knappe 2/3 meiner Wirbelsäule zum Knacken gebracht hat, meinte er ich solle mich entspannen und Montag wieder kommen, außer wenn es schlimmer wird. Zudem hat er mir noch was verschrieben. Also, dann entspanne ich mich mal. Das Merkwürdige ist, dass Entspannen nicht mich nichtstun gleichgesetzt werden kann. Denn sonst müsste ich einen Muskeltonus von Linguini haben. 

Ich spüre immer noch etwas im unteren Rücken, aber ich kann seit langem wieder meine Schulter bewegen ohne,dass es sich wie das Knacken von Walnüssen anhört (aus meiner Sicht). Nun klingt es, wie kleine Kieselsteichnchen, die irgendwo runterrollen. Also schon etwas besser. 

Ich habe also mein Schmerzmittel intus und habe gerade ein göttliches Bad genommen. Kneipp Trostspender, das ist der Hammer, es riecht nach Kakao

Nun werde ich mir noch die neuste Folge von True Blood und Ao No Exorcist anschauen und dann weiter lesen, vielleicht später am Nachmittag noch spazieren.

1 Kommentar 8.8.11 11:14, kommentieren

Ferien

Ich bin nun in W. bei meinen Eltern, alleine. Österreich ist vorbei und so sehr ich mich gefreut hatte, so sehr wurde ich vor den Kopf gestoßen, von meinem eigenen Körper. Ich hab halt wieder was mit dem Rücken, ja ich bin 23 und habe Rückenprobleme. Mh, sagt wohl vieles, wenn man weiß,was.

Und nun sitze ich hier und kann nicht schlafen, obwohl ich kaum in der Lage bin wach zu sein. Meine Mama hat mir ein Buch gegeben: "Zusammen ist man weniger allein." Mh, irgendwie depremierend,wenn man sowas liest,während man rückengeplagt und fiebrig im Bett liegt. Aber ich bin hungrig nach Wörtern und Sätzen, ich muss lesen. Ich habe mir auch vorhin vier neue Bücher bestellt, weil meine Mama mir noch Geld schuldet (wir waren heute in "Rocky Horror" und ich liebe es! Ihre Karte hab ich gekauft.) und ich kein Geld von ihr nehmen will,also bestellte ich folgene Bücher:

Die Glasglocke von Plath

Haunted von Palahnuik

Unter Null Ellis

Was geht da drinnen vor? von Eliot

Das Letzte fällt etwas aus der Reihe, es ist ein Buch über neurologische Entwicklung bei Babies und Kindern bis zum 5. Lebensjahr. Wir hatten im Unterricht öfters Textausschnitte daraus.

So, nun ich bin brennend müde und werde mich beinahe nasenblutend ins Bett legen und weiter lesen. Wenn mein Kater mich noch mag, gesellt er sich dazu, wie in alten Tagen.

 

  
   
   
   

2 Kommentare 7.8.11 22:05, kommentieren

Urlaub

10 Tage: Wandern, Lesen (wenn auch nicht Sylvia Plath), Städte besuchen, Spazieren, Klettern und einfach die Zeit genießen!

23.7.11 06:29, kommentieren

Sozial inkompetent

Gestern war also wieder Familientreffen angesagt und ich bin so schlecht bei sowas. Soziale Ereignisse (wenn die Leute nicht durch mich handverlesen wurden) laufen immer so ab: Mich interessieren die Themen der anderen so gut wie nie und meine Interessen sind zu 95% todlangweilig für andere. Zudem bin ich entweder unsympathisch, weil ich meinen grammatischen Klugscheißer raushängen lasse oder weil ich eben nichts sage. Hey, ich bin sonst voll die Sabbeltasche....wenn es was zu sabbeln gibt. Ich bin nicht massenkompatiebel, leider. Ich mag auch nicht, wenn Gespräche ins Stocken kommen, weil ja immer wer den anderen korrigieren muss, z.B. so:

Und dann waren wir bei Müllers seinem Sohn, wo der sein, hier äh, Auto hat, am Samstag.

Nein, das war ja garnisch Samstag!

War es ja wohl!

Neeee, das war doch de Sonntag, denk doch ma nach! Da haben wir uns vorher noch mit de Klaus und Brigitte getroffen!

In der Gaststätte so und so?

Ja, jetzt hör mir doch mal zu!

Ach du! Die Gäststätte hatte doch so guten Fisch?

Neeee, die hatten Fleisch!

Und so weiter den ganzen lieben, langen Abend! Ich will nicht sagen,dass mir die Leute unsympathisch sind, nein zu 80% sind mir die Leute ja sympathisch oder unbekannt,aber ich bin da immer so verdammt gelangweilt. Würde es mich nicht noch unsympathischer machen, würde ich mir ein Buch oder so mitnehmen. Zudem mag ich bei sowas auch nicht trinken, da ist man eh der Spielverderber und ach, mir grausts schon wieder vor dem nächsten Mal, aber mir st ja klar, dass das eben durch mich bedingt ist.

 

So, heute vor dem Urlaub noch eine Urlaubsliteraturliste gemacht! Ich will lesen:

Sylvia Plath- Die Glasglocke

Thomas Mann- Der Zauberberg

Und was Nettes, Leichtes von Hornby.

Ich habe gestern auch wieder mit dem Schreiben angefangen, mal sehen,was draus wird.

21.7.11 08:31, kommentieren

Früher habe ich so viel geschrieben, ich MUSSTE schreiben und nun habe ich eine Heidenangst davor. Weil es nicht mehr rein ist, es ist bewertbar. Aber ich will es wieder haben. Also bin ich ins kalte Wasser gesprungen.


On The Run

 

Ich will ja nicht viel. Wirklich nicht. Weder will ich berühmt noch reich sein, dazu bin ich zu realistisch. Als ich klein war und meine Steffi, die Billigversion der Barbie, noch als Stellvertreterin für meine Träume galt, wollte ich Tierärztin werden. Süßen Tieren helfen und dann in die Augen der dankbaren Menschen schauen. Ja, das war mein Traum, meine Realität war ein Praktikum in der Tierklinik, Jahre später. Als ich das Blut des nun entmannten Hundes sah, hab ich in meine Hände erbrochen und bin weinend aufs Klo gerannt. Bei der Katze mit dem gebrochenen Bein hab ich die Kotze in Mund behalten und sie dann wieder heulend ins Klo gespuckt. Wer hätte bis dahin gedacht, dass ich kein Blut sehen kann?

Ich bin also ganz ehrlich wenn ich sage, ich will nicht viel. Nur eine Pepsi. Sollte doch machbar sein. Ich sitze hier also in diesem alten Auto, das nach nassem Hund riecht und warte auf ihn. Er wollte nur kurz tanken, bevor wir losfahren. Da es in Strömen vom Himmel pisst, zog er sein weißes Shirt über den Kopf und man konnte seinen mageren Nagetierkörper sehen. Nun sitze ich hier und warte auf eine Pepsi.

Später, so zum Anfang der Pubertät, die mir nicht mehr als unförmige Brüste und Pickel auf dem Arsch bescherte, wollte ich Psychologin werden. Menschen helfen ohne Blut sehen zu müssen. Das war mein Traum, die Realität war ich. Ich bin einfach dumm. Ja, nicht simpel gestrickt sondern schlichtweg dumm. Ich bin keiner von denen, die schlechte Noten nach Hause bringen und cool sagen können, ich sei einfach zu faul gewesen. Nein, ich brachte schlechte Noten nach Hause, weil ich dumm war. Ich konnte Stunden in meinem Zimmer sitzen und lernen und war nie besser als „ausreichend“. Das bin ich, ausreichend.

Eine 0,5 l Pepsi wär gut, ich habe Durst, meine Kehle ist trocken. Irgendwie witzig, durstig im Regen. Er ist schon zu lange drin. Er wollte nur tanken und dann, dann fahren wir los, einfach weg. Das hat er mir versprochen. Ich ziehe meine Knie unter mein Kinn und schaue auf die schwimmenden Lichter der Tankstellenreklame. Ich mache die Musik lauter und kaue an meinem Daumennagel.

Irgendwas muss man ja nach der Schule machen, also wurde ich Sekretärin bei einem Psychologen. So war ich genau am Fuße des Scherbenhaufens, der mein Traum war.  Akten sind geduldig und Kaffee einfach zu kochen. Ja, das ist…war mein Leben bis er kam. Natürlich wusste ich schon alles über ihn, ich habe doch seine Akte einsortiert, jeden Donnerstag. An jedem Donnerstag, den er kam und auf dem Ledersessel saß und wartete. Sein Blick floss vom Boden zu mir und auf die Uhr.  Ich ertappte mich, wie ich donnerstags immer etwas mehr Lippenstift auftrug und mein Blick immer öfter seinen traf. Wir redeten kaum. Eines Freitags stand er nach der Arbeit vor der Tür und folgte mir nach Hause. Wir tranken Pepsi und er sagte, er muss weg. In den Norden, ob ich mit wolle. Ich sagte ja…

…und nun sitze ich hier und warte auf meine Pepsi. Ich bin bei meinem linken Daumen an den Punkt angelangt, an dem es blutet, wenn man die kleinen herausragenden Zipfel mit den Zähnen herauszieht. Ein kleiner Schmerzwall und drei Tropfen Blut. Es ist laut draußen.

Er rennt zum Auto, in seiner Hand eine billige Plastiktüte, ich hoffe immer noch auf Pepsi. Er setzt sich auf den Fahrersitz und schaut mich an. Sein schwarzes Haar klebt an der Stirn und einige Tropfen einer losen Strähne fallen auf seinen ohnehin schon nassen Schoß. Er atmet schwer ein und aus. Er schmeißt mir die Tüte auf meinen Schoß und fährt los, nicht mal angeschnallt. Auf seinem Shirt sind rote Spritzer und in der Türe ist Geld. Und eine Sprite.

Ich will ja nicht viel. Wirklich nicht. Weder will ich eine Pepsi noch die Wahrheit, dazu bin ich zu realistisch. Jetzt will ich nur noch ein Bett.

19.7.11 23:49, kommentieren