TheMay

Im Zauberwald
 

Meta





 

Archiv

Die Vergangenheit hinter mir und vor mir?

So, vor drei jahren hab ich ja hiermit angefangen und nun habe ich über eine Stunde lang alle Einträge gelöscht. Ich bin nicht mehr, das Mädchen vor 3 Jahren. Ich bin jetzt anders, vielleicht sogar endlich reifer...oder so. Aber vorallem, wollte ich was Neues. Das Schreiben fehlt mir und so fang ich wieder an, mich auszuquetschen auf ein digitales Stück Papier. Diesmal bin ich wieder voller Euphorie und purer Vorfreude aufs Leben.
I wanna keep it that way.
Ich bin wieder da. Und jetzt wird die Scheiße gerockt!

1 Kommentar 17.7.11 23:11, kommentieren

Äh...

Jetzt habe ich schon seit knapp zwei Wochen Ferien. Und habe ich etwas Produktives zustande gebracht? Nö. Ich hatte ja ach so große Pläne,aber die hab ich ja immer, die treiben mich ja. Vorfreude ist mir lieber als das Erreichen,denn Vorfreude ist immer da und in meiner Phantasie kann eh nichts schief gehen und da ich Angst habe enttäuscht zu werden, hindere ich mich daran etwas zu tun, anstatt nur davon zu träumen. Tja, so war ich schon immer. Aber das sollte kein Beitrag drüber werden, was alles so verquer an mir ist. Nein, das ist ein Resüme-Beitrag.

L. und M. waren heute da und wir haben gegessen, einen grausigen Splatter (2001 Maniacs 2) angeschaut und dann Badminton gespielt. Das war echt toll! Obwohl ich glaube, ich ging allen auf die Nerven, wie immer, wenn man länger Zeit mit mir verbringt. Ich bin halt ein Sprücheklopfer. Mir ist klar, dass ich wie eine alte Oma spiele, aber trotzdem reiß ich einen Witz nach dem anderen und mache die anderen "runter". Ich tue das NIE um jemanden zu verletzten, ich mach das total objektiv, weil ichs es lustig finde (ich reiß ja auch wWitze über mich). So als würde man einen Film schauen und sich über die Gags freuen. Ich liefere die Gags, aber das nervt wohl schnell bzw. wissen die Leute oft nicht, wann ich ernst bin. Ganz einfach: So gut wie nie. Außer ich rege mich über etwas auf, aber sonst sind meine Freunde in meinen Augen perfekt. L. ist ein so großartiger Mensch und ich liebe sie halt auf meine Weise, ich würde nie dran denken, ihr mit Absicht weh zu tun. Aber wie soll man sowas jemandem erklären? Ich bin halt so. Das ist meine einzige Definition, die ich von mir habe: witzig. Das war halt auch irgendwann mein Status: Klassenclown. Zwar immer noch ein Außenseiter, aber immer noch die netteste Art am Rand zu stehen. Und das bin ich, ich mache Witze und bringe Leute zum Lachen. Ich bauen Scheiße um Leute aufzuheitern. Ich bin sonst nichts, ich bin nicht nett oder sympathisch, das weiß ich. Ich bin klugscheißerisch und witzig. 

Gott, kein Wunder, dass ich nerve. Mein Liebling hat eine Engelsgedult mit mir, das macht mir Angst. Er wird nicht wütend, wenn ich ihn nerve. Ich hab Angst, dass ich dir irgendwann egal werde. Wir sind drei jahre zusammen, niemand ist mir so wichtig wie du, niemand kennt mich wie du und trotzdem habe ich jeden Tag das gleiche Gefühl. Als könnte es heute über mich hereinbrechen. Naja...äh nun bin ich etwas abgeschweift....

Jedenfalls freue ich mich noch auf alles,was die Woche zu bieten hat (außer Morgen, da grausts mir vor....soziale Anlässe machen mich fertig). Und dann fahren wir in den Urlaub

Also, alles positiv sehen und öfter mal die Klappe halten. 

1 Kommentar 19.7.11 23:31, kommentieren

Früher habe ich so viel geschrieben, ich MUSSTE schreiben und nun habe ich eine Heidenangst davor. Weil es nicht mehr rein ist, es ist bewertbar. Aber ich will es wieder haben. Also bin ich ins kalte Wasser gesprungen.


On The Run

 

Ich will ja nicht viel. Wirklich nicht. Weder will ich berühmt noch reich sein, dazu bin ich zu realistisch. Als ich klein war und meine Steffi, die Billigversion der Barbie, noch als Stellvertreterin für meine Träume galt, wollte ich Tierärztin werden. Süßen Tieren helfen und dann in die Augen der dankbaren Menschen schauen. Ja, das war mein Traum, meine Realität war ein Praktikum in der Tierklinik, Jahre später. Als ich das Blut des nun entmannten Hundes sah, hab ich in meine Hände erbrochen und bin weinend aufs Klo gerannt. Bei der Katze mit dem gebrochenen Bein hab ich die Kotze in Mund behalten und sie dann wieder heulend ins Klo gespuckt. Wer hätte bis dahin gedacht, dass ich kein Blut sehen kann?

Ich bin also ganz ehrlich wenn ich sage, ich will nicht viel. Nur eine Pepsi. Sollte doch machbar sein. Ich sitze hier also in diesem alten Auto, das nach nassem Hund riecht und warte auf ihn. Er wollte nur kurz tanken, bevor wir losfahren. Da es in Strömen vom Himmel pisst, zog er sein weißes Shirt über den Kopf und man konnte seinen mageren Nagetierkörper sehen. Nun sitze ich hier und warte auf eine Pepsi.

Später, so zum Anfang der Pubertät, die mir nicht mehr als unförmige Brüste und Pickel auf dem Arsch bescherte, wollte ich Psychologin werden. Menschen helfen ohne Blut sehen zu müssen. Das war mein Traum, die Realität war ich. Ich bin einfach dumm. Ja, nicht simpel gestrickt sondern schlichtweg dumm. Ich bin keiner von denen, die schlechte Noten nach Hause bringen und cool sagen können, ich sei einfach zu faul gewesen. Nein, ich brachte schlechte Noten nach Hause, weil ich dumm war. Ich konnte Stunden in meinem Zimmer sitzen und lernen und war nie besser als „ausreichend“. Das bin ich, ausreichend.

Eine 0,5 l Pepsi wär gut, ich habe Durst, meine Kehle ist trocken. Irgendwie witzig, durstig im Regen. Er ist schon zu lange drin. Er wollte nur tanken und dann, dann fahren wir los, einfach weg. Das hat er mir versprochen. Ich ziehe meine Knie unter mein Kinn und schaue auf die schwimmenden Lichter der Tankstellenreklame. Ich mache die Musik lauter und kaue an meinem Daumennagel.

Irgendwas muss man ja nach der Schule machen, also wurde ich Sekretärin bei einem Psychologen. So war ich genau am Fuße des Scherbenhaufens, der mein Traum war.  Akten sind geduldig und Kaffee einfach zu kochen. Ja, das ist…war mein Leben bis er kam. Natürlich wusste ich schon alles über ihn, ich habe doch seine Akte einsortiert, jeden Donnerstag. An jedem Donnerstag, den er kam und auf dem Ledersessel saß und wartete. Sein Blick floss vom Boden zu mir und auf die Uhr.  Ich ertappte mich, wie ich donnerstags immer etwas mehr Lippenstift auftrug und mein Blick immer öfter seinen traf. Wir redeten kaum. Eines Freitags stand er nach der Arbeit vor der Tür und folgte mir nach Hause. Wir tranken Pepsi und er sagte, er muss weg. In den Norden, ob ich mit wolle. Ich sagte ja…

…und nun sitze ich hier und warte auf meine Pepsi. Ich bin bei meinem linken Daumen an den Punkt angelangt, an dem es blutet, wenn man die kleinen herausragenden Zipfel mit den Zähnen herauszieht. Ein kleiner Schmerzwall und drei Tropfen Blut. Es ist laut draußen.

Er rennt zum Auto, in seiner Hand eine billige Plastiktüte, ich hoffe immer noch auf Pepsi. Er setzt sich auf den Fahrersitz und schaut mich an. Sein schwarzes Haar klebt an der Stirn und einige Tropfen einer losen Strähne fallen auf seinen ohnehin schon nassen Schoß. Er atmet schwer ein und aus. Er schmeißt mir die Tüte auf meinen Schoß und fährt los, nicht mal angeschnallt. Auf seinem Shirt sind rote Spritzer und in der Türe ist Geld. Und eine Sprite.

Ich will ja nicht viel. Wirklich nicht. Weder will ich eine Pepsi noch die Wahrheit, dazu bin ich zu realistisch. Jetzt will ich nur noch ein Bett.

19.7.11 23:49, kommentieren

Sozial inkompetent

Gestern war also wieder Familientreffen angesagt und ich bin so schlecht bei sowas. Soziale Ereignisse (wenn die Leute nicht durch mich handverlesen wurden) laufen immer so ab: Mich interessieren die Themen der anderen so gut wie nie und meine Interessen sind zu 95% todlangweilig für andere. Zudem bin ich entweder unsympathisch, weil ich meinen grammatischen Klugscheißer raushängen lasse oder weil ich eben nichts sage. Hey, ich bin sonst voll die Sabbeltasche....wenn es was zu sabbeln gibt. Ich bin nicht massenkompatiebel, leider. Ich mag auch nicht, wenn Gespräche ins Stocken kommen, weil ja immer wer den anderen korrigieren muss, z.B. so:

Und dann waren wir bei Müllers seinem Sohn, wo der sein, hier äh, Auto hat, am Samstag.

Nein, das war ja garnisch Samstag!

War es ja wohl!

Neeee, das war doch de Sonntag, denk doch ma nach! Da haben wir uns vorher noch mit de Klaus und Brigitte getroffen!

In der Gaststätte so und so?

Ja, jetzt hör mir doch mal zu!

Ach du! Die Gäststätte hatte doch so guten Fisch?

Neeee, die hatten Fleisch!

Und so weiter den ganzen lieben, langen Abend! Ich will nicht sagen,dass mir die Leute unsympathisch sind, nein zu 80% sind mir die Leute ja sympathisch oder unbekannt,aber ich bin da immer so verdammt gelangweilt. Würde es mich nicht noch unsympathischer machen, würde ich mir ein Buch oder so mitnehmen. Zudem mag ich bei sowas auch nicht trinken, da ist man eh der Spielverderber und ach, mir grausts schon wieder vor dem nächsten Mal, aber mir st ja klar, dass das eben durch mich bedingt ist.

 

So, heute vor dem Urlaub noch eine Urlaubsliteraturliste gemacht! Ich will lesen:

Sylvia Plath- Die Glasglocke

Thomas Mann- Der Zauberberg

Und was Nettes, Leichtes von Hornby.

Ich habe gestern auch wieder mit dem Schreiben angefangen, mal sehen,was draus wird.

21.7.11 08:31, kommentieren

Urlaub

10 Tage: Wandern, Lesen (wenn auch nicht Sylvia Plath), Städte besuchen, Spazieren, Klettern und einfach die Zeit genießen!

23.7.11 06:29, kommentieren